Silvesterlauf: Wie eine Riesen-Vulva die Zürcher Altstadt eroberte

Silvesterlauf: Wie eine Riesen-Vulva die Zürcher Altstadt eroberte

Zürich im Ausnahmezustand – und das nicht nur wegen der Kälte. Beim diesjährigen Zürcher Silvesterlauf rieben sich die Zuschauer zwischen Limmatquai und Bahnhofstrasse verwundert die Augen. Denn das Amorana-Team verwandelte den traditionellen Volkslauf kurzerhand in ein farbenfrohes Manifest für die Enttabuisierung der Lust.

Mehr als nur Schweiss: Ein Statement für das Wohlbefinden

Es war wohl die unkonventionellste Laufgruppe, die Zürich je gesehen hat. Das Amorana-Team bewies, dass sportliche Ausdauer und sexuelle Befreiung mehr gemeinsam haben, als man auf den ersten Blick denkt: Beides erfordert Mut, Körpergefühl und die Lust an der Bewegung.

Die Highlights auf der Strecke waren kaum zu übersehen:

  • Das Vulva-Kostüm: Ein kraftvolles Symbol, das fröhlich durch die Gassen joggte. Ein klares Statement gegen Bodyshaming und für die Akzeptanz weiblicher Anatomie.

  • Der tanzende Womanizer: Ein überdimensionaler Stimulator als Laufbegleiter – ein Sinnbild für technologische Innovation im Dienste des Vergnügens.

  • Dessous als Sportswear: Läuferinnen in selbstbewussten Lingerie-Looks unterstrichen die Botschaft, dass Intimität und öffentliche Stärke kein Widerspruch sein müssen.

„Movement“ im doppelten Sinne

Hinter der humorvollen Fassade steckt eine ernste Mission. Amorana nutzt die kollektive Energie des Breitensports, um eine einfache Wahrheit zu transportieren: Sexualität ist ein natürlicher Bestandteil eines gesunden Lebensstils – genau wie Fitness und gesunde Ernährung. „Wir wollten zeigen, dass wir uns bewegen – körperlich und mental“, so der Tenor hinter der Aktion. Die Provokation war dabei bewusst gewählt: Mit Stil und einer gehörigen Portion Humor wurden Schamgrenzen sprichwörtlich überrannt.

Fazit: Die Zielgerade der Enttabuisierung

Mit diesem Auftritt festigt Amorana seinen Ruf als Brand, die sich nicht im Schlafzimmer versteckt, sondern dort Flagge zeigt, wo das Leben stattfindet. Der Silvesterlauf 2025 wird vielen nicht wegen der persönlichen Bestzeiten in Erinnerung bleiben, sondern wegen der Erkenntnis, dass das „Movement for Pleasure“ gerade erst richtig Fahrt aufnimmt.

Wer sagt schliesslich, dass man beim Sport nicht auch über das Vergnügen nachdenken darf? In Zürich wurde an diesem Abend jedenfalls bewiesen: Die Befreiung der Sexualität ist ein Marathon, kein Sprint – aber mit dem richtigen Kostüm macht er definitiv mehr Spass.