Nachhaltig & robust: Sursilvan, der Holzdildo

Nachhaltig & robust: Sursilvan, der Holzdildo

Sie sind robust, pflegeleicht, super sexy und einzigartig: Die Rede ist von den Holzsextoys von Manufucktura. Aus der einstig nettgemeinten Idee für die Freundin mit Herzschmerz, wurde ein innovatives Sextoy Erlebnis, zur Befriedigung aller mit einem Flair für Nachhaltigkeit und Qualität, erschaffen. In diesem Beitrag erfährst du auf märchenhafte Weise die Geschichte und Besonderheiten des Holzdildos Sursilvan.

Ein wahrer Naturbursche

Ich habe einen «sweet tooth» für Naturburschen. Ich mag die unübersehbare Herkunft, ich mag es wie sie riechen. Sie sind handlich, griffig sogar, man hat das Gefühl, sie können richtig anpacken und erledigen ihren Job, ohne gleich auseinanderzubrechen. Man hat ein Grundvertrauen in Naturburschen, es ist kein Problem mit ihnen warm zu werden.

Sursilvan ist so einer. Er ist gross, grösser als ich dachte. Und wenn ich auch sonst schwach werde bei jeglichen Ecken und Kanten, die so ein Typ, der aus dem richtigen Holz geschnitzt ist, stolz mit sich trägt, bin ich bei Sursilvan doch ziemlich froh, dass er keine besitzt. Sursilvan ist seinem Erzeuger nach ein Stossholz.

Geburtsstunde: Lockdown 2020

Ein Dildo aus Holz, handgeschnitzt von Schreinermeister Tino Andri aus Ardez im Unterengadin. Geboren aus einer verrückten aber lieb gemeinten Idee im ersten Lockdown, als eine Bekannte von ihrem Lebenspartner verlassen Traurigkeit schob und der Schreinerfreund sie aufmuntern wollte.

Wenn ich mir Sursilvan so betrachte, und langsam Freundschaft mit ihm schliesse, bin ich ziemlich sicher, dass die Verlassene vielleicht nicht gerade über ihren Verlust dauerhaft hinweggetröstet werden konnte, aber sich dank dem Holzdildo ganz sicher belustigt ablenken konnte.

Einer wie keiner

Sursilvan ist anders als seine entfernten Verwandten aus künstlichen naturnahen Materialien. Er ist standhaft, lässt sich ganz und gar nicht verbiegen, hat wie so vieles im Leben zwei Seiten, und verlangt eine kompromisslose Haltung. Das schafft Vertrauen. Es ist nur schon angenehm, ihn herzhaft in die Hand zu nehmen, die Finger fest um ihn zu schliessen und zu spüren, wie er passt.

Man kann die Finger über das runde Ende spannen und langsam nach unten gleiten lassen. Der Holzdildo fasst sich so glatt und glänzend an, sogar über die raffiniert angeordneten Querrillen hinweg, dass es eine selbstverständliche Handhabung zu sein scheint. Man könnte sogar die Augen schliessen, das Kopfkino schon da anwerfen und geniessen, wie sich ein warmes Gefühl im ganzen Körper ausbreitet.

Gang der Stosshölzer

Sursilvan ist kein Einzelgänger, also jedenfalls nicht dort, wo er herkommt. Tino Andri hat so viel Spass an der Sache bekommen, dass er eine ganze Gang an Stosshölzern geschaffen hat, für jede Spielart und jede Vorstellung ein anderes. Die Gaben der Natur mit Menschen zu verbinden ist es, was Tino antreibt, jedes fertige Stück empfindet er als ein Geschenk der Natur, ün Dun da la Natüra, wie man im Engadin sagt.

Jedes Holz Sextoy ist ein Unikat

Nussbaumholz lokaler Herkunft wird verwendet, jedes Stossholz ist – natürlich – ein Unikat. Warum der stramme Kerl Sursilvan heisst? Das ist rätoromanisch, die vierte Schweizer Landessprache, und steht für den Dialekt Surselvisch selbst, ein häufig benutzter Begriff dort, in den Bergen. Sursilvan, das Holztoy, avanciert damit sozusagen zum Inbegriff der Ursprungsidee von Handwerker Tino Andri. 

Besonders pflegeleichte Burschen

Derzeit verlassen fünf Eidgenossen die Schreinerei: Jauer, Tuatschin, Vallader und besagter Sursilvan, dazu der Analplug Puter, der in drei Grössen gefertigt wird und aus dem gleichen Holz geschnitzt ist wie die anderen. Alle diese Burschen sind pflegeleicht. Ein wenig Wasser und ph-neutrale Seife genügen, anschliessend schätzen sie es sehr, mit dem mitgelieferten Tuch aus Recyclingfasern auf Hochglanz poliert zu werden. Apropos: Die Holzdildos sind vegan, und lassen sich, sollte man wider Erwarten irgendwann keine Freude mehr an ihnen haben, einfachst entsorgen, entweder in einem lodernden Kaminfeuer oder auf dem Kompost. Oder als Pflock im Garten? Im Blumentopf? Nein, viel zu schade, lieber als Designobjekt irgendwo ruhen lassen, schon der Anblick schwört sehr viel Freude hervor.