Liebe in Zeiten von Corona - Tipps für Deine Beziehung

Liebe in Zeiten von Corona - Tipps für Deine Beziehung

Corona ist eine Herausforderung für uns alle, in jeder Hinsicht. Insbesondere auch für Liebe, Sex und Partnerschaft. Die verordnete Isolation macht unsere Beziehungen extremer. Die intensive Nähe des anderen in der Wohnung kann zunehmend stressen. Wir sitzen wie in einem U-Boot fest, aus dem man nicht fliehen kann. Dabei bietet uns die ungeplante Auszeit vom Leben im Hamsterrad gute Chancen, sich in neue Themen reinzudenken. Denn alles ist entschleunigt, und wir haben plötzlich Zeit. Zeit, um dem anderen zu sagen: "Lass uns doch mal was ausprobieren".

Um in Zeiten von Corona die Spannung in einer Beziehung trotz Isolation aufrecht zu halten, ist nicht leicht, aber durchaus machbar. Es gibt ein paar Dinge, auf die du achten kannst, damit ihr eure gegenseitige Freude noch lange verspürt.

Dichtestress vermeiden

Wenn wir in einer Beziehung leben, wollen wir nichts mehr als eng beieinander sein. Gleichzeitig ist aber das Fremde wichtig, um füreinander spannend zu bleiben. Wie aber nun spannend bleiben, wenn wir Corona-bedingt die ganze Zeit zu Hause aufeinander hocken?

Das Gebot der Stunde lautet deshalb: Freiraum! Jeder sollte sich eine Privatsphäre schaffen, egal wie klein die auch sein mag. Damit wir nicht schnell unsexy werden für den anderen. Denn das ist auch schon ohne Corona eine ganz grundsätzliche Frage für Paare. Ob man nur noch ein „Wir“ ist oder zwei Individuen, die viel teilen. Also ist es gerade jetzt besonders wichtig, den Alltag klar zu strukturieren und Zeiten zu definieren, die jeder für sich allein in Anspruch nehmen kann. So lässt sich die gemeinsame Zeit dann auch wieder bewusster geniessen.

Beziehung ist Arbeit

Wenn Du du bist und Ich bin ich, dann können wir einander immer wieder neu entdecken und anziehend finden – und die Lust aufeinander wecken. Die besonders gute Nachricht in der Corona-Zeit ist nämlich, dass Sex schon rein körperlich gesehen gerade jetzt besonders sinnvoll ist: Mit jedem Orgasmus stärken wir unser Immunsystem! Zudem wird dabei das Hormon Oxytocin ausgeschüttet, dass Stress abbaut und beziehungsstärkend wirkt.

Vorfreude wecken

Eine grundlegende Erkenntnis für eine gute, spannende Beziehung: Sich zu fragen, was man selbst dafür tun kann, statt vor allem vom anderen einzufordern – und was die Wünsche des Gegenübers sind. Spontaneität ist dabei gut, aber nicht alles. Vor allem solltest du nicht erst dann auf bestimmte Knöpfe drücken, wenn der Partner oder die Partnerin schon im Bett liegt. Wenn du vorher schon kreativ bist, kannst du viel früher Vorfreude wecken und für die richtige Stimmung sorgen. Dafür gibt es ein paar gute Methoden.

Überlegt euch doch mal, welche gemeinsamen Rituale euch Spass und Lust machen würden. Oder verabredet euch ganz bewusst zu einem Date zu Hause und macht den Abend zu etwas Speziellem. Putzt euch schön raus, besonders gepflegt mit schönen Kleidern. Gestaltet den Raum mit Kerzen, Deko, Licht und Musik. Und auch die Handlung kann den Abend spannender machen. Zum Beispiel mit zwei verschiedenen Dates, an dem jeder einmal der Verwöhnende ist, mit einem tollen Essen, einer Massage, einem Bad mit Rosenblättern, einem Kuschel-Date… alles ist erlaubt, was der Beziehung und dem eigenen Gemüt guttut.

Drehbuch für den eigenen Sexfilm

Oder wie wäre es zu fragen, wie ihr euren eigenen Sexfilm drehen würdet. Wie sähen das Drehbuch, Kameraeinstellung und Regie aus – und wo würde der Sex anfangen? Erst abends unter der Bettdecke oder schon vorher? Tagsüber oder bereits morgens, mit welchen Gedanken, und welche Komplimente gehörten dazu? Beschreibt euch doch einmal möglichst genau, wie euer ideales Sexszenario aussehen würde. Und zwar ganz konkret: Wer zieht wen aus. Und wie. Und wie kommen beide zum Orgasmus…

Das ist im Übrigen auch eine schöne Methode für Paare in Fernbeziehungen, die jetzt erst recht nicht zusammenkommen können. Genauso wie richtig guter Telefonsex, der vielleicht noch besser ist als Skype oder Facetime. Weil Worte eine ungeheure Dichte erzeugen können und so eine ganz neue, besondere Intimität entsteht. In der Distanz zeigen wir uns mitunter viel direkter und gewähren tiefe Einblicke. Denn man muss dem anderen erzählen, was man gerade denkt, macht und was einen stimuliert. Das erfordert unsere Phantasie – und weckt sie gleichzeitig auch. Und so oder so, sind auch Orgasmen über Distanz trotzdem Orgasmen zu zweit, und auch die sind beziehungsstärkend.

So bietet uns die Krise ungeahnt viele positive Möglichkeiten, unsere Beziehung spannend zu halten. Und es ist doch schön, wenn wir die Enge oder gar die Langeweile dazu nutzen, um uns und unseren Sex ganz neu zu entdecken.

Passt auf euch auf!